Franzhilf

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Das Fest der Verständigung und Einheit in der Vielfalt

Mut und Zuversicht schenken

Der Heilige Geist entfesselt: Petrus hält seine kraftvolle Pfingstpredigt mit Wortgewandtheit, mit dem besonderen Gespür zu verbinden und zu begeistern, obwohl er selbst aufgrund seines harten Lebens als Fischer eine ganz andere Sprache kennt. Die Worte sprudeln aus ihm heraus, und die Begeisterung der Menschen zieht immer weitere Kreise. Die erste christliche Gemeinde schließt sich zusammen. Und so ist das Pfingstfest auch ein Geburtstagsfest, an dem wir die Entstehung der Kirche feiern dürfen.

Heute ist das Pfingstfest ein eher unscheinbares Fest geworden. Kommerziell lässt es sich nicht ausschlachten. Wir basteln keine Strohsterne, es gibt keine Geschenke, und in Schokolade lässt sich der Heilige Geist wohl kaum gießen. Heute bedeutet Pfingsten oft nur mehr ein zusätzlicher freier Tag in der schönsten Zeit des Jahres. Das war’s. Und doch sehnen sich viele nach der verlebendigenden Wirkung des Geistes. Er will uns in aller Sprachlosigkeit und Gelähmtheit Mut und Kraft schenken.

Liebe Freunde und Wohltäter, lassen wir den Heiligen Geist am nahenden Pfingstfest in unseren Herzen, unserem Denken, Reden und Tun befreiend wirken. Er macht lebendig. Aus seiner Kraft dürfen wir gemeinsam jenen Menschen Mut und Zuversicht schenken, die weltweit sprachlos geworden sind unter der Last der Hoffnungslosigkeit und Armut.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben ein frohes Pfingstfest.

In Dankbarkeit

Ihr
P. Oliver Ruggenthaler OFM

FRANZ HILF-
Franziskaner für Menschen in Not

Rundbrief Mai 2017

Franziskaner Österreich und Südtirol