Es herrscht Krieg in Europa. Der Konflikt in der Ukraine sorgt für Angst, Verzweiflung und unermessliches Leid. Die Lage ist dramatisch, wir sind bestürzt über die Ereignisse. Täglich hören und erleben wir Dinge, die vor kurzem noch unvorstellbar waren.

In den Nachrichten müssen wir mitansehen, wie die gesamte Ukraine angegriffen und bombardiert wird. Menschen sind auf der Flucht in Angst um ihr Leben, ohne zu wissen, wie es weitergeht, wie die Zukunft ihrer Familien und Kinder aussieht.

FRANZ HILF ist seit Jahrzehnten in der Ukraine engagiert. Im ganzen Land tun wir gemeinsam mit unseren franziskanischen Schwestern und Brüdern vor Ort unser Möglichstes, um den Menschen zu helfen. Dies erleichtert die akute Versorgung, da auf bereits vorhandene Strukturen zurückgegriffen wird.

"Ich war mit meinen Mitbrüdern auf Exerzitien in Zhytomyr, wo am Morgen sogar der Flughafen bombardiert wurde. Auf dringendes Bitten der Gemeindemitglieder reiste ich als Pfarrer umgehend nach Konotop zurück. Unser Kloster steht allen offen, die Schutz, Unterkunft oder Nahrung benötigen, und bereits am ersten Tag haben wir 23 Personen aufgenommen, die bei uns übernachtet haben, hauptsächlich Frauen und Kinder", berichtet unser Mitbruder Romuald als der Krieg ausbricht.

Hilfe ist jetzt so dringend notwendig – und wir bitten um Ihre Unterstützung für die Menschen in Not!

Mission:
Nothilfe: Trinkwasser, Lebensmittel, Decken und Medikamente

  • Wo: Ukraine, Grenzgebiete Slowakei und Ungarn
  • Wem wird geholfen: Den Menschen in Not, die alles verloren haben
  • Wer ist vor Ort: Bruder Romuald und viele andere
  • Benötigte Mittel: Jeder Euro hilft!
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Hier sind wir vor Ort

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Seit Russland in das Land einmarschiert ist, fliehen viele Menschen Richtung Westen, die Zahl der Ankommenden in der Karpatenukraine, in Vinogradiv oder auch in Uzhgorod, wo unsere Mitbrüder auch aktiv sind, steigt täglich dramatisch. Aber auch in der benachbarten Ostslowakei oder an der Grenze zu Ungarn bereiten sich die dort ansässigen Mitbrüder auf Flüchtende vor, organisieren Hilfsmittel und Unterkünfte. Über die Grenze im mittelslowakischen Pruske steht ein ganzes Kloster für Flüchtlinge bereit.

Auch aus Ternopil erreichen uns immer wieder Berichte über Luftalarme und Detonationen im Umland. Auch hier versuchen die Franziskaner Kindern und armen Menschen Schutz in den Kellergewölben des Klosters zu bieten und sie mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Wie sieht unsere Hilfe aus?

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Wasser, Nahrungsmittel
und Medikamente

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Schutz und
Unterkunft

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Beistand
und Trost

Die Lage vor Ort, insbesondere in den umkämpften Gebieten, ist chaotisch. So berichten uns die Franziskanerinnen von Vorsel, die am Stadtrand von Kiew ein Kinderheim betreiben, dass sie mit ihren Schützlingen flüchten mussten. Vor dem Haus landete eine Rakete, die Gott sei Dank aber nicht explodierte. Der Schock sitzt tief, vor allem die Kinder sind traumatisiert.

Wir sind mit unseren Brüdern und Schwestern im fortlaufenden Kontakt. Erste konkrete Hilfsmaßnahmen in Vinogradiv und Uzhgorod zur Bereitstellung von Unterkünften sowie die Versorgung von Flüchtenden mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln laufen bereits. Viele weitere Hilfen werden in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten folgen.

Unser Leiter P. Oliver hat sich mit seinem Mitbruder P. Elisäus von Wien auf den Weg an die slowakische Grenze nach Velke Slemence gemacht, um zwei Mütter mit ihren Kindern aufzunehmen. Für die beiden Familien konnte eine Unterkunft in der Nähe von Wien organisiert werden. Außerdem haben sie Medikamente, Verbandszeug, Kindernahrung sowie etwas Geld für die franziskanische Bäckerei in Seredne an die Mitbrüder vor Ort übergeben.

"Es ist unsere oberste Priorität, den Menschen zu helfen und Leben zu retten.“

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Auch in der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind die Menschen von der Versorgung abgeschnitten, die Lage ist katastrophal.

Viele Bewohner haben keine Vorräte mehr, die Supermärkte sind leer oder geschlossen. Gemeinsam mit Freiwilligen tun die Franziskaner in Odessa ihr Möglichstes, um Lebensmittel zu besorgen und so viele wie möglich satt zu bekommen. Die Brüder und die Freiwilligen tun alles, um zusammen zu halten, in diesem Krieg die Hoffnung zu bewahren und sich gegenseitig ein Lächeln zu schenken.

Derzeit kann bei den Brüdern jeden Tag für rund 70 Bedürftige gekocht werden. Doch es werden jeden Tag mehr Menschen, die Hunger leiden und Hilfe brauchen.

Hilfe für alleinerziehende Mütter

Viele Menschen in der von russischen Militärtruppen eingenommenen Stadt Konotop nordöstlich von Kiew müssen aktuell unter schwierigsten Bedingungen ausharren. Besonders Alleinerziehende mit Neugeborenen und Kindern sind auf die Hilfe von außen angewiesen.

Die meisten Männer der Region sind im Krieg in der Armee oder bei der Landesverteidigung. Frauen, die vor kurzem noch Kinder geboren haben, bleiben mit den Problemen zu Hause allein und können sich nicht bei der Warteschlange für Windeln, Kinderlebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln anstellen. Viele Frauen, die vor Kurzem entbunden haben oder mit Babys und Kleinkindern Zuhause sind, verzweifeln und können weder gut für sich sorgen, noch haben sie die Möglichkeit zu fliehen. Deswegen wollen die Franziskaner diesen Müttern und ihren Babies und Kindern helfen – mit Ausstattung und Versorgung.

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Versorgung von Flüchtlingen

In Seredne, wie in vielen weiteren Städten und Dörfern betreuen Franziskaner täglich Flüchtlinge. Es wird stetig schwieriger für die Flüchtlinge, aus den zentralen und östlichen Regionen der Ukraine nach Westen zu kommen. Die Routen werden immer gefährlicher; viele aus den Großstädten suchen in kleineren, unbedeutenden Ortschaften Schutz. Man glaubt dort in größerer Sicherheit zu sein. Wir wollen den Menschen helfen, die dramatische Situation zu überstehen. Notwendig sind vor allem Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente.

Medikamente für ein Kinderkrankenhaus

Ein dringender Hilferuf erreichte uns aus dem Kinderkrankenhaus aus der Stadt Schytomyr westlich von Kiev. Der Kinderarzt Dr. Juri Dowgopolij berichtete uns, dass es selbst an gängigen Mitteln wie Antibiotika und Durchfallpräparaten fehlte und erstellte eine Liste mit notwendigen Medikamenten und medizintechnischen Materialien.

Pater Elisäus organsierte den Transport von 2 Tonnen Medikamenten von Enzersdorf in Österreich, die über das Kloster Rawa-Ruska in der Westukraine nun nach Schytomyr gebracht und jetzt in der Kinderklinik angekommen sind. Die Kinder dort können jetzt weiter medizinisch versorgt werden.

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In einem sehr persönlichen und bewegenden Brief berichtet uns Schwester Bozhena aus Zhytomyr in der Ukraine:

„Der Krieg brachte so viel Leid, Gewalt, Familientrennung und Tod. Es ist sehr schwer das in Worte zu fassen, meine Gefühle sind überfordert. Wie kann ich das alles verkraften und mit all meiner Kraft versuchen, voll und ganz zu leben und den Menschen in Not zu dienen? Das Leben hat sich völlig verändert. Wir Franziskanerschwestern blieben in Zhytomyr und helfen den Menschen, die nicht weggehen können oder wollen. Darunter Familien mit blinden Menschen, 15 Erwachsene und 8 Kinder, die unter sehr schwierigen Bedingungen leben.

Wir versorgen sie mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln. Wir helfen auch unseren Nachbarn, von denen die meisten Rentner sind, die nicht weggehen wollten. Unser Haus ist bereit, diejenigen aufzunehmen und zu beherbergen, die keinen Ort haben, an den sie zurückkehren können. Es gibt Tage, die geistig und körperlich sehr anstrengend sind. Gott erhört unsere Gebete und gibt uns Kraft, Hoffnung und Glauben."

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