Viele Menschen in der von russischen Militärtruppen eingenommenen Stadt Konotop nordöstlich von Kiew müssen unter schwierigsten Bedingungen ausharren. Besonders Alleinerziehende mit Neugeborenen und Kindern sind auf die Hilfe von außen angewiesen.

In Zusammenarbeit mit Freiwilligen versuchen die Franziskaner in Konotop die Not der Menschen auf dem okkupierten Territorium zu lindern. Sie verteilen Lebensmittel, Medikamente und bieten Unterschlupf. Gerade die allein gelassenen Frauen und Babys wollen sie nun mit Babymilch und Kindernahrung, Kinderwägen und -Bettchen, sowie Babykleidung unterstützen.

Die Städte in der ostukrainischen Region um Konotop, in denen Franziskaner der ukrainischen Provinz Dienst tun, sind von der russischen Armee besetzt. Es ist nicht möglich, Konotop zu betreten oder zu verlassen, auch nicht für medizinische Hilfe oder zur Evakuierung von Zivilisten. Zahlreiche Einwohner sind an den Rand der Armut gedrängt worden und können sich nicht einmal mehr Brot und Medikamente leisten, viele Geschäfte sind geschlossen. Die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt sind außer Betrieb. Ältere Menschen, Mütter mit Kindern oder Menschen mit Behinderungen können dadurch kaum zu Märkten, Geschäften und Apotheken gelangen, die noch Waren anbieten, um zumindest noch einige Lebensmittel und Medikamente zu besorgen. Falls es noch etwas gibt, müssen sich die Leute zwei oder mehr Stunden für Lebensmittel anstellen.

Mission:
Babyausstattung, Windeln, Hygieneartikel und Babymilch sowie Kleinkindnahrung

  • Wo: Konotop, Ukraine
  • Wem wird geholfen: Alleinerziehenden, Müttern, Babys und Kindern
  • Wer ist vor Ort: Pater Romuald
  • Benötigte Mittel: 5.900
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Mahlzeiten und Medikamente

Vom ersten Tag des Krieges an haben die Franziskaner in Konotop in ihrem Konvent ein Hauptquartier für Freiwillige eingerichtet. Sie bieten allen, die es wünschen, die Möglichkeit, sich während des Beschusses im Keller ihres Konventes zu verstecken bzw. auch zu übernachten, wenn es notwendig ist. Die Brüder versorgen diese Menschen auch mit warmen Mahlzeiten, denn sie haben es geschafft, eine Menge Getreide, Butter, Tee und Konserven zu kaufen, die sie an Menschen verteilen, die sich das Nötigste nicht selbst leisten können. Ziel der Franziskaner ist es, weiterhin Lebensmittel in Geschäften, bei Großhandelslagern, Märkten, bei lokalen Landwirten und in Apotheken einzukaufen, um sie an die Menschen weiterzugeben, die es zum Überleben unbedingt brauchen.

Die Frauen sind alleine

Die meisten Männer der Region sind im Krieg in der Armee oder bei der Landesverteidigung. Frauen, die vor kurzem noch Kinder geboren haben, bleiben mit den Problemen zu Hause allein und können sich nicht bei der Warteschlange für Windeln, Kinderlebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln anstellen.

Viele Frauen, die vor Kurzem entbunden haben oder mit Babys und Kleinkindern Zuhause sind, verzweifeln und können weder gut für sich sorgen, noch haben sie die Möglichkeit zu fliehen. Deswegen wollen die Franziskaner diesen Müttern und ihren Babies und Kindern helfen – mit Ausstattung und Versorgung.

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